Ein Autor hat schon das Gerüst für seine Geschichte gebaut. – Erst als er die passende Konstellation für seine Figuren findet, kommt er in den Schreibfluss.

Michael K. ist Krimileser und wollte ein eigenes Buch schreiben – keinen Krimi, eher einen Thriller oder die Charakterstudie eines potentiellen Attentäters.

Er kam mit einer interessanten Ausgangsidee, mit einem Konflikt zwischen zwei grundverschiedenen Brüdern. Und die Teenager-Tochter des einen sollte auch eine Rolle spielen.
Für die Entwicklung der Handlung hatte er schon Meilensteine festgelegt. Er wusste, wie die Geschichte in der norddeutschen Einöde beginnen sollte.

Womit er noch haderte, war die Figurenkonstellation: In welchem Verhältnis sollen die Brüder zu einander stehen?

Wir haben dramaturgische Ideen zurate gezogen und gefragt:

  • Wer von den beiden Brüdern ist der Protagonist, wer der Antagonist?
  • Oder ist eine andere Figurenkonstellation sinnvoller mit dominanter Figur und Hauptfigur?
  • Es könnte aber auch ein starkes Thema im Vordergrund stehen, das das Figuren-Ensemble zusammenhält.

Nachdem Michael K. gesehen hatte, welche Erzähl-möglichkeiten es gibt, konnte er sich für eine passende Variante entscheiden. Dann gab es kein Halten mehr.
Die erste Fassung seines Romans liegt vor – und auch ein Exposé. Damit geht er gerade auf Suche nach einem Literatur-Agenten. (03/19)

Viel Glück!